Sonntag, 26. Oktober 2008
A Londonderry Air - deutsch
rivella, 16:08h
Ich wünscht ich wär
die zarte Apfelblüte,
die bricht und schwebt
herab vom grünen Zweig
An deine Brust
zu sinken ohnmächtig
An deine Brust zu sinken
wo sie nun liegt
Ich wär auch gern
der kleine rote Apfel
dass du mich pflückst,
gehst achtlos du vorbei
Das Sonnenlicht webt Funken in dein Leinen
webt Funken und spinnt dein Haar zu Gold.
Ich wünscht ich wäre
eine dieser Rosen,
die sich zum Kusse
neigen dir geschwind
Die jüngste Knospe
öffnet ihre Blätter
Sie öffnet ihre Blätter dir,
weil sie sich sehnt.
Doch da du mich nicht liebst,
muss ich verwandeln
zum Gänseblümchen
mich am Wegesrand
Auf dass dein edler Fuß mich mag bewegen
mich mag bewegen vielleicht gar bis zum Tod.
die zarte Apfelblüte,
die bricht und schwebt
herab vom grünen Zweig
An deine Brust
zu sinken ohnmächtig
An deine Brust zu sinken
wo sie nun liegt
Ich wär auch gern
der kleine rote Apfel
dass du mich pflückst,
gehst achtlos du vorbei
Das Sonnenlicht webt Funken in dein Leinen
webt Funken und spinnt dein Haar zu Gold.
Ich wünscht ich wäre
eine dieser Rosen,
die sich zum Kusse
neigen dir geschwind
Die jüngste Knospe
öffnet ihre Blätter
Sie öffnet ihre Blätter dir,
weil sie sich sehnt.
Doch da du mich nicht liebst,
muss ich verwandeln
zum Gänseblümchen
mich am Wegesrand
Auf dass dein edler Fuß mich mag bewegen
mich mag bewegen vielleicht gar bis zum Tod.
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Montag, 20. Oktober 2008
goodbye Koma
rivella, 02:17h
Die Sonnenallee ist einfach nicht mehr, was sie war: das einschlägige Bier-Etablissement "Koma" wurde bereits vor einigen Wochen geschlossen; inzwischen sind auch schon die wunderschönen Grusel-Graffitis übertüncht und ein neuer Besitzer richtet sich ein. Doch "Zwischen Amy's und Klapsmühle" ist einfach kein schöner Titel. Doch so, wie ich auch heut noch "Delta" statt "Edeka" (oder heißt es Buschkühle??) sage, bleibt wohl auch "Amy's" immer "Koma" - und ich werde dort sowenig Gast sein wie zuvor im Namensgeber dieses Blogs ;)
Warum dieser schlechte Schreibstil? Ist irgendwas passiert? - ja, kann man so sagen. Es ist vorbei, ich weiß nicht, ob ich ihn wiedersehen werde. "Fast perfekt" greift vorweg (über diesen versehentlichen Reim kann ich mich grad nicht mal freuen), was jetzt passiert ist. Und doch war es nicht der Kammerdiener auf der Hinterbühne, sondern einfach die Realität einer Entscheidung, die nicht getroffen wurde.
Ich bin ein solcher Stein. Wie vor zweieinhalb Jahren kann ich auch jetzt, einen Tag später, schon nicht mehr weinen. Er sagte, ich solle nicht noch härter werden. Er hat gut reden. Wie sonst soll ich das ertragen? Ich leide nur, weil ich mir erlaubt hatte, durchlässig, weich zu sein. Etwas zu fühlen. Keine Angst zu haben.
Mut wird bestraft. Von mir selbst. Oder dem Leben. Oder so. Ich werde mich also wieder einmal in die Arbeit stürzen. Beim letzten Mal waren die Früchte des folgenden Jahres: Zauberflöte, Creeps, Jedermann, Pierrot und das Versteckte Lachen, Wer hat Angst vor Virginia Woolf, 23-seitige Hausarbeiten, die in 18 Stunden geschrieben und mit 1,3 bewertet wurden, 3 bestandene Aufnahmeprüfungen an privaten Schulen in Berlin.
Der Dezember wird hart: Die Zwischenprüfung in Schauspiel und Akrobatik steht an (und wir haben kaum zu proben begonnen). Außerdem tanz ich voraussichtlich am 13.12. im Placement-Studio Berlin. Also, es bewegt sich!!
Macht's besser. Und schlaft endlich.
Die sich heut unspritzig fühlende Rivella...
Warum dieser schlechte Schreibstil? Ist irgendwas passiert? - ja, kann man so sagen. Es ist vorbei, ich weiß nicht, ob ich ihn wiedersehen werde. "Fast perfekt" greift vorweg (über diesen versehentlichen Reim kann ich mich grad nicht mal freuen), was jetzt passiert ist. Und doch war es nicht der Kammerdiener auf der Hinterbühne, sondern einfach die Realität einer Entscheidung, die nicht getroffen wurde.
Ich bin ein solcher Stein. Wie vor zweieinhalb Jahren kann ich auch jetzt, einen Tag später, schon nicht mehr weinen. Er sagte, ich solle nicht noch härter werden. Er hat gut reden. Wie sonst soll ich das ertragen? Ich leide nur, weil ich mir erlaubt hatte, durchlässig, weich zu sein. Etwas zu fühlen. Keine Angst zu haben.
Mut wird bestraft. Von mir selbst. Oder dem Leben. Oder so. Ich werde mich also wieder einmal in die Arbeit stürzen. Beim letzten Mal waren die Früchte des folgenden Jahres: Zauberflöte, Creeps, Jedermann, Pierrot und das Versteckte Lachen, Wer hat Angst vor Virginia Woolf, 23-seitige Hausarbeiten, die in 18 Stunden geschrieben und mit 1,3 bewertet wurden, 3 bestandene Aufnahmeprüfungen an privaten Schulen in Berlin.
Der Dezember wird hart: Die Zwischenprüfung in Schauspiel und Akrobatik steht an (und wir haben kaum zu proben begonnen). Außerdem tanz ich voraussichtlich am 13.12. im Placement-Studio Berlin. Also, es bewegt sich!!
Macht's besser. Und schlaft endlich.
Die sich heut unspritzig fühlende Rivella...
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Donnerstag, 16. Oktober 2008
Fast perfekt
rivella, 02:58h
Beinahe Vollmond, vielleicht noch einen Tag. Es ist zu schön, die Kirche, die Lichter
im Wasser, der glänzende Himmel im tiefsten Dunkelblau, die Sterne, die von Kälte sprechen. Wenn nicht die Plattenbauten die andere Seite des kleinen Paradieses säumten, und nur die halbe Dunkelheit den Müll und die Bierflaschen zwischen den Wasserspielen verschwieg. Dennoch: hier müsste doch eigentlich jemand auf der Gitarre Liebeslieder spielen, und überall küssende Paare stehen. Sagst du. Aber wer ertrüge schon Romantik?
Wir stehen mitten in diesem halben Paradies. Ist es tatsächlich das Zuviel an ortsgegebener Romantik, oder aber deine analytische Betrachtung des Ortes? Unter dem Baum, als du mir das Heiligenbildchen aus einer anderen Welt zeigtest, da war ein Hauch von— und schon verschwunden.
Du willst Romantik, du willst mit aller Kraft etwas Perfektes, Wunderschönes – und zerstörst dadurch alles. Du verschließt dich der Wirklichkeit, die eben manchmal anders abläuft als deine Idee. Du hast Koffein in meine Adern gepumpt und verlangst nun von mir, dass ich wieder schlafen soll; du sagst, ich sei dir zu wach. Du willst etwas Festes, Dauerndes – glaub mir, genau das will ich auch... Doch für dich kann es nur die eine oder die andere Bedeutung dieser Begriffe geben, keine zweideutige und dabei beiddeutige. Du hast dich abgestumpft, aber mir gibst du das Gefühl, von Trieben gesteuert zu sein. Ich war zweieinhalb Jahre allein und beinahe enthaltsam, aber du bist die moralische Figur in dieser Beziehung, die auf diese Art niemals eine werden wird. Du redest von Kindern, aber unternimmst keinen Versuch, meine Hand zu berühren.
Ich will mich nicht mehr verstellen. Ich spiele den ganzen Tag, ich möchte nicht auch mit dir ein Spielchen treiben. Warum so tun, als hätten wir uns nie geküsst?
Ich verstehe dich nicht. Und du zermürbst mich. Lang halte ich das nicht aus, ich verlasse die Bühne nach dieser oder der nächsten Szene. Und in der Kulisse wartet dann wieder mein oedipaler Adoptivsohnemann, der mit mir fliehen will. Und wer weiß – vielleicht tue ich es diesmal.
13.10.2008, 02:17 Uhr
im Wasser, der glänzende Himmel im tiefsten Dunkelblau, die Sterne, die von Kälte sprechen. Wenn nicht die Plattenbauten die andere Seite des kleinen Paradieses säumten, und nur die halbe Dunkelheit den Müll und die Bierflaschen zwischen den Wasserspielen verschwieg. Dennoch: hier müsste doch eigentlich jemand auf der Gitarre Liebeslieder spielen, und überall küssende Paare stehen. Sagst du. Aber wer ertrüge schon Romantik?
Wir stehen mitten in diesem halben Paradies. Ist es tatsächlich das Zuviel an ortsgegebener Romantik, oder aber deine analytische Betrachtung des Ortes? Unter dem Baum, als du mir das Heiligenbildchen aus einer anderen Welt zeigtest, da war ein Hauch von— und schon verschwunden.
Du willst Romantik, du willst mit aller Kraft etwas Perfektes, Wunderschönes – und zerstörst dadurch alles. Du verschließt dich der Wirklichkeit, die eben manchmal anders abläuft als deine Idee. Du hast Koffein in meine Adern gepumpt und verlangst nun von mir, dass ich wieder schlafen soll; du sagst, ich sei dir zu wach. Du willst etwas Festes, Dauerndes – glaub mir, genau das will ich auch... Doch für dich kann es nur die eine oder die andere Bedeutung dieser Begriffe geben, keine zweideutige und dabei beiddeutige. Du hast dich abgestumpft, aber mir gibst du das Gefühl, von Trieben gesteuert zu sein. Ich war zweieinhalb Jahre allein und beinahe enthaltsam, aber du bist die moralische Figur in dieser Beziehung, die auf diese Art niemals eine werden wird. Du redest von Kindern, aber unternimmst keinen Versuch, meine Hand zu berühren.
Ich will mich nicht mehr verstellen. Ich spiele den ganzen Tag, ich möchte nicht auch mit dir ein Spielchen treiben. Warum so tun, als hätten wir uns nie geküsst?
Ich verstehe dich nicht. Und du zermürbst mich. Lang halte ich das nicht aus, ich verlasse die Bühne nach dieser oder der nächsten Szene. Und in der Kulisse wartet dann wieder mein oedipaler Adoptivsohnemann, der mit mir fliehen will. Und wer weiß – vielleicht tue ich es diesmal.
13.10.2008, 02:17 Uhr
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Mittwoch, 1. Oktober 2008
Bonnie blue, bloody heart, crying elves and sneezing trees
rivella, 02:05h
“You sneeze like an elf does cry“, he had always said.
But he had said just as well, that the Infant Jesus is making cookies in the red dusk, and when I eat chocolate and don’t offer Susan a bit, the bonnie will get a blue-bloody-heart.
Bonnie, a blue-bloody-heart?
Once I saw a crying tree. Resin was thickly pouring out of the seventh annual ring, and that sight had moved me more than any blue-bloody-heart-breaking-envy-evil face of red-wept Susan ever could.
He consoled her, but saddled my horse. Admired her sleek curls, but scribbled on my pants. Back chairs he explored with me, but adored her chastity.
Bonnie, a blue-bloody-heart?
She’s blue-bloody hearty, he’s bloody blue, and I am just blood and blue. I was. Now, I lay down: frigid in the fridge. Colourful pictures praise the freshly-frozen content. And when I sneeze, no elf does cry any more.

But he had said just as well, that the Infant Jesus is making cookies in the red dusk, and when I eat chocolate and don’t offer Susan a bit, the bonnie will get a blue-bloody-heart.
Bonnie, a blue-bloody-heart?
Once I saw a crying tree. Resin was thickly pouring out of the seventh annual ring, and that sight had moved me more than any blue-bloody-heart-breaking-envy-evil face of red-wept Susan ever could.
He consoled her, but saddled my horse. Admired her sleek curls, but scribbled on my pants. Back chairs he explored with me, but adored her chastity.
Bonnie, a blue-bloody-heart?
She’s blue-bloody hearty, he’s bloody blue, and I am just blood and blue. I was. Now, I lay down: frigid in the fridge. Colourful pictures praise the freshly-frozen content. And when I sneeze, no elf does cry any more.

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Harz-herzig
rivella, 02:04h
„Du niest, wie eine Elfe weint“, hat er immer gesagt.
Aber er hat auch gesagt, dass im Abendrot das Christkind Plätzchen backt, und wenn ich Schokolade esse und Susanne nichts davon abgebe, sie Herzebluten bekommt.
Ich hab mal einen weinenden Baum gesehen. Harz tropfte zähflüssig aus dem 7. Jahresring, und der Anblick hat mich mehr berührt als das von Herzebluten–Leid–Neid entstellte rotgeweinte Gesicht Susannes.
Er hat sie dann getröstet, aber mit mir Pferde gestohlen. Ihre feinen Locken bewundert, aber meine Jeans bekritzelt. Mit mir tauchte er in der hintersten Kinoreihe unter, aber ihre Schüchternheit betete er an.
Sie ist ganz Herz, er ist ganz Blut – und ich bin nur Fleisch. Gewesen. Jetzt liege ich abgepackt im Kühlregal, und bunte Bilder preisen den gefrorenen Inhalt.
Und wenn ich niese, weint keine Elfe mehr.
15. Oktober 2007
Aber er hat auch gesagt, dass im Abendrot das Christkind Plätzchen backt, und wenn ich Schokolade esse und Susanne nichts davon abgebe, sie Herzebluten bekommt.
Ich hab mal einen weinenden Baum gesehen. Harz tropfte zähflüssig aus dem 7. Jahresring, und der Anblick hat mich mehr berührt als das von Herzebluten–Leid–Neid entstellte rotgeweinte Gesicht Susannes.
Er hat sie dann getröstet, aber mit mir Pferde gestohlen. Ihre feinen Locken bewundert, aber meine Jeans bekritzelt. Mit mir tauchte er in der hintersten Kinoreihe unter, aber ihre Schüchternheit betete er an.
Sie ist ganz Herz, er ist ganz Blut – und ich bin nur Fleisch. Gewesen. Jetzt liege ich abgepackt im Kühlregal, und bunte Bilder preisen den gefrorenen Inhalt.
Und wenn ich niese, weint keine Elfe mehr.
15. Oktober 2007
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Mathematische Philosophie
rivella, 02:00h
Klappe – Cut – Schnitt – Aus und Vorbei. Der Vorhang fällt, der Zuschauerraum wird hell und leer. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei? Nein, dieses hier wird immer und immer wieder so enden. Steh auf, wenn du hingefallen bist! Fallen ist keine Schande, Liegen bleiben schon. Ich bin gefallen. Und aufgestanden. Ich werde wieder fallen. Und aufstehen. Die Frage ist nur: Gibt es den Zustand des Stehens in meinem Leben? Kaum stelle ich mich wieder auf, falle ich bereits. Nun, vielleicht sehe ich es zu pessimistisch. Zwar ist es ein stetes Fallen und Hinstellen, doch auch eine Sinuskurve, die unausweichlich steigt und fällt, hat ihre Hochpunkte. Steigung Null. Also auch kein Fallen. Ein Stehen bleiben. Freilich hat eine Sinuskurve auch einen Tiefpunkt. Bei dem bin ich gerade eben angelangt. Doch wenn ich jetzt gerade am Tiefpunkt bin, bedeutet es nicht nur, dass die Steigung, sondern auch das Gefälle gleich Null ist. Und der nächste Schritt wird sein: es geht wieder bergauf. AM Tiefpunkt angelangt, KANN ich nicht mehr fallen!!
Genug der mathematischen Philosophie. Dass ich überhaupt zu dieser (zugegebenermaßen abartigen) Form der Philosophie neige, ist die Schuld meines Mathelehrers, der stets von „sich an die Y-Achse anschmiegenden Graphen“ sprach, oder die Parallelität damit charakterisierte, dass sich „die Parallelen für x=-∞ und x=∞ schneiden“. Oh wenn dies doch stimmte! Aber wann beginnt die Unendlichkeit? Wann beginnt sie für zwei Menschen, die ganz offensichtlich niemals zusammengehören werden, zwischen denen immer ein gleichbleibender, festbestimmter Abstand bleibt?
(31.01.2004)
Genug der mathematischen Philosophie. Dass ich überhaupt zu dieser (zugegebenermaßen abartigen) Form der Philosophie neige, ist die Schuld meines Mathelehrers, der stets von „sich an die Y-Achse anschmiegenden Graphen“ sprach, oder die Parallelität damit charakterisierte, dass sich „die Parallelen für x=-∞ und x=∞ schneiden“. Oh wenn dies doch stimmte! Aber wann beginnt die Unendlichkeit? Wann beginnt sie für zwei Menschen, die ganz offensichtlich niemals zusammengehören werden, zwischen denen immer ein gleichbleibender, festbestimmter Abstand bleibt?
(31.01.2004)
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Mittwoch, 1. Oktober 2008
ekelhaft glücklich
rivella, 01:58h
Dieses allgegenwärtige Glücksgefühl, aufgrund dessen du fast ekelhaft fröhlich bist und den ganzen Tag mit einem permanenten Lächeln herumläufst. Du plötzlich Tiere siehst, wo sonst nur Straßen sind. Du nicht die eisige Kälte des Windes beachtest, sondern ein Blatt beobachtest, dass einer komplizierten Choreographie folgend Pirouetten über der Promenade dreht. Du lachst, weil der Wind dein Haar zerzaust und dich kitzelt, zwei Spaziergänger siehst, die sich gedankenverloren entgegengehen und erst ihre beiden Hunde, die sich schnuppernd begutachten, bringen sie dazu, den Blick zu heben, sich anzusehen. Sie lächeln, unterhalten sich. Minutenlang, und wenn sie irgendwann, sich herzlich verabschiedend, weitergehen, dann haben auch sie dieses glückliche Leuchten im Gesicht. Und du summst oder singst unbewusst. Die Stadt erscheint nicht mehr anonym, grau und voller verschlossener Gesichter und hetzender Menschen. Du lächelst der Welt ins Gesicht, und die Welt strahlt dir zurück. Sonnenstrahlen blitzen durch die Wolken, die sich zu Bären und Bäumen, Ufos und Ungeheuern, Händen und Häusern formen. Du denkst nicht darüber nach, was morgen, in einem Monat, im nächsten Jahr sein wird. Du machst nicht einmal ernsthafte Überlegungen, wie du IHN ansprechen könntest. Du genießt ganz einfach dieses Kribbeln im Bauch und gibst dich damit zufrieden.
Ende Januar 2004, einen Tag vor der Angstmän-Premiere
Ende Januar 2004, einen Tag vor der Angstmän-Premiere
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Ich hab schon immer wissen wollen...
rivella, 01:54h
... wie die Wohnung unseres Nachbarn unter uns wohl aussieht. Nun, ich weiß es jetzt. Nicht durch eine Einladung seinerseits zum nachbarschaftlichen Kaffeetrinken oder so, leider. Ich muss nicht einmal meine eigene Wohnung verlassen, um in seine Dusche schauen zu können. Ich gehe einfach nur in das Bad unserer WG und schaue durch das Quadratmetergroße Loch, das früher unsere Dusche war. Noch zwei, drei Tage, und wir hätten uns vielleicht einmal beim Duschen plötzlich ein Stockwerk tiefer haarewaschend wiedergefunden. Wusstet ihr, dass in diesem Altbau anscheinend noch mit Lehm gearbeitet wurde???!!?
Ich vermute, das bedarf einer Erklärung, gelt? Nun, vorletzte Nacht wurden wir um zwei Uhr früh von eben jenem besagten Nachbarn unter uns aus dem Schlaf geklingelt. Es tropfe Wasser von der Decke. Am nächsten Morgen also standen um Punkt acht Uhr die Handwerker auf der Matte (nachdem sie sich durch die Heerscharen von Anstreichern im Treppenhaus gekämpft hatten – bei uns wird gerade saniert...), stellten das Wasser ab (sie mussten ja an die Rohre, weil die leck waren) und brachen die Duschwanne raus. Wir haben jetzt also ein Loch im Bad. Inzwischen ist es auch nicht mehr nur 1x1m, sondern seit ein paar Minuten 1x2m, also unser ganzes Bad (kein Witz, das IST so klein!). Bis zum späten gestrigen Nachmittag hatten wir kein Wasser, und duschen können wir wohl erst in ein, zwei Wochen wieder. Bevor ihr jetzt „IIIIHHHHH!!“ und zwei Wochen lang euch nicht mehr auf 50m einem von uns nähert: zum Duschen können wir in die Wohnung von Ilka, meiner – ab morgen – Ex-Mitbewohnerin (die zieht heute und morgen leider aus...). Obwohl ich noch nicht weiß, ob ich abends um 11 bei ihr aufkreuzen darf, wenn ich vom Training nach Hause komme... Gestern mussten wir sogar zum Zähneputzen zu ihr fahren (wir hatten ja kein Wasser).
Die Handwerker sind zwar so sehr nett, aber irgendwie stört es doch, sich morgens im Beisein von zwei, drei quasi wildfremden Leuten im Spülbecken der Küche zu waschen und die Zähne zu putzen und nie in Ruhe in der Küche sitzen und kochen geschweige denn essen zu können. Naja, in zwei Wochen wird sich das hoffentlich geändert haben und wir haben eine neue Dusche... Ich hoffe nur, dass der Boden unter der Dusche unseres Nachbarn über uns nicht ebenfalls morsch ist und er eines Tages bei uns durchbricht...
23.01.2004
Ich vermute, das bedarf einer Erklärung, gelt? Nun, vorletzte Nacht wurden wir um zwei Uhr früh von eben jenem besagten Nachbarn unter uns aus dem Schlaf geklingelt. Es tropfe Wasser von der Decke. Am nächsten Morgen also standen um Punkt acht Uhr die Handwerker auf der Matte (nachdem sie sich durch die Heerscharen von Anstreichern im Treppenhaus gekämpft hatten – bei uns wird gerade saniert...), stellten das Wasser ab (sie mussten ja an die Rohre, weil die leck waren) und brachen die Duschwanne raus. Wir haben jetzt also ein Loch im Bad. Inzwischen ist es auch nicht mehr nur 1x1m, sondern seit ein paar Minuten 1x2m, also unser ganzes Bad (kein Witz, das IST so klein!). Bis zum späten gestrigen Nachmittag hatten wir kein Wasser, und duschen können wir wohl erst in ein, zwei Wochen wieder. Bevor ihr jetzt „IIIIHHHHH!!“ und zwei Wochen lang euch nicht mehr auf 50m einem von uns nähert: zum Duschen können wir in die Wohnung von Ilka, meiner – ab morgen – Ex-Mitbewohnerin (die zieht heute und morgen leider aus...). Obwohl ich noch nicht weiß, ob ich abends um 11 bei ihr aufkreuzen darf, wenn ich vom Training nach Hause komme... Gestern mussten wir sogar zum Zähneputzen zu ihr fahren (wir hatten ja kein Wasser).
Die Handwerker sind zwar so sehr nett, aber irgendwie stört es doch, sich morgens im Beisein von zwei, drei quasi wildfremden Leuten im Spülbecken der Küche zu waschen und die Zähne zu putzen und nie in Ruhe in der Küche sitzen und kochen geschweige denn essen zu können. Naja, in zwei Wochen wird sich das hoffentlich geändert haben und wir haben eine neue Dusche... Ich hoffe nur, dass der Boden unter der Dusche unseres Nachbarn über uns nicht ebenfalls morsch ist und er eines Tages bei uns durchbricht...
23.01.2004
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